Ursula Grünenwald über die 61. Kunstbiennale in Venedig
Geteilte Welt, andere Welten

Die Biennale von Venedig ist eine der größten Plattformen für Gegenwartskunst weltweit. Ursula Grünenwald hat sie besucht und als ein wiederkehrendes Motiv die Frage nach einem gelingenden Zusammenleben auf dem Planeten Erde ermittelt. Die Figur des Gartens nehmen viele Künstler:innen zum Ausgangspunkt, um sich mit den gravierenden klimatischen Veränderungen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Die Autorin stellt das Klanggartenprojekt „The Ear is the Eye of the Soul“ sowie Arbeiten von Wangechi Mutu, Sara Flores und Bracha Lichtenberg Ettinger vor. 


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Volker Breidecker über die Rede Werner Thormanns zur Verteidigung der Republik, gehalten in der Paulskirche am 11. August 1932
Nach knapp zwei Wochen …

Sommer 1932: Die Weimarer Republik steht am Abgrund. In eindringlicher Rede, gehalten in der Frankfurter Paulskirche zur letztmaligen Feier des Weimarer Verfassungstags, verteidigt Werner Thormann Demokratie, Republik und Menschenrechte gegen Politikverdrossenheit, Autoritarismus und Diktatur. Sein Appell: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss immer wieder verteidigt, zurückerobert und mit neuem Leben erfüllt werden. Volker Breidecker stellt mit dem Text dieser Rede auch den zu Unrecht vergessenen Redner vor: als Schlüsselfigur einer europäischen Résistance wider Faschismus und Nazismus.


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Zur Erinnerung an Christina Thümer-Rohr
Am Thema bleiben von Anfang bis Ende

In der Frauen- und Geschlechterforschung leistete Christina Thürmer-Rohr wegweisende Pionierarbeit. Die Professorin an der TU in Berlin rief 1976 hierzu den ersten Studienschwerpunkt ins Leben und kämpfte für die Befreiung der Frauen aus dem Normengefüge des patriarchalen Systems. Ihr Tod am 10. September 2026 fand in den Medien kaum Wiederhall. Jonas Englert gewährt in dem nachfolgenden Video einen ausführlichen Einblick in den Werdegang von Christina Thürmer-Rohr und ihren Einsatz für eine geschlechtergerechtere Welt.


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Eran Rolnik über den Umgang mit dem Dokumentarfilm „NAZA“ von Rachel Szor und Yuval Abraham
Ich habe den Film nicht gesehen, aber

Der Dokumentarfilm „NAZA“ schlägt derzeit riesige Wellen. Bei den Filmfestspielen von Venedig mit anhaltendem Applaus und dem Spezialpreis der Jury bedacht, kündigt die israelische Regierung drastische Maßnahmen an. Ohne die Doku gesehen zu haben, enthüllt sie für Eran Rolnik kein Geheimnis, sondern fasst eine „längst bekannte Wahrheit in Worte und Bilder“. Die Angriffe auf Yuval Abraham und Rachel Szor zeigten „wie eine Gesellschaft sich gegen das Wissen darüber wehrt, was in ihrem Namen geschieht“. Dies werde „als einer der Tiefpunkte unserer politischen Kultur in Erinnerung bleiben“, ist er sich gewiss.


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Rainer Erd über Jean de Palacios Novelle „Veturia“
Abschied von der Welt

Veturia war eine Vestalin und die Mutter des römischen Generals Gnaeus Martius Coriolanus, der nach seiner Verbannung aus Rom zusammen mit dem Volksstamm der Volsker Krieg gegen seine Heimatstadt führte. Der Intervention Veturias ist die Rettung Roms zu verdanken. Die Legende ist im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung angesetzt, William Shakespeare hat eine Tragödie daraus gemacht und Jean de Palacio hat sie zu einer Novelle angeregt, von der Rainer Erd in seinen Pariser Geschichten erzählt.


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Stefan Fricke über die Anfänge der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (II)
Eine neue Generation gibt den Ton an

Im ersten Teil seines Vortrags über die Entstehung eines Festivals, das in aller Welt mit seiner Bestandsaufnahme des zeitgenössischen Komponierens auch richtungsweisend für die Entwicklung der Ernsten Musik gilt, hat der Musikjournalist und Rundfunkredakteur Stefan Fricke die ersten Jahre der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik in den Blick genommen. Die Kurse boten in dichter Abfolge Instrumentalkurse, Vorträge, Konzerte und Analysen an. KomponistInnen brachten neu Geschriebenes oder Halbfertiges, das in Darmstadt mit jungen Musikern diskutiert, erarbeitet, geprobt und aufgeführt wurde. Hier ist der zweite Teil seines Vortrags


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Wolfgang Rügers Nachruf auf seinen Freund, den Autor Hans Herbst
Ein Lächeln wie kein anderes

Ein Leben zwischen Hamburg, München, Brasilien, Kuba und den Bars dieser Welt: Hans Herbst war Schriftsteller, Globetrotter und Chronist der Außenseiter. Sein literarisches Werk blieb einem größeren Publikum weitgehend verborgen. In seinem Nachruf erinnert sich Wolfgang Rüger an einen eigenwilligen Autor und außergewöhnlichen Freund, dessen Geschichten von Freiheit, Freundschaft, Mut und Menschlichkeit erzählen.


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Christel Wollmann-Fiedler über Kunst und Architektur in Jerusalem
Mein Weg durch Jerusalem

Singend lenkt das Volk „zum Ölberg nun die fromme Reise,/ Der vom Olivenbaum den Namen hat/ Und … der hohen Mauer sich von Osten naht.“, heißt es in Tassos „Befreites Jerusalem“. Mittlerweile hat sich in der Stadt einiges geändert. Neben der hohen Mauer hat sich Jerusalem architektonisch und künstlerisch erneuert. Christel Wollmann-Fiedler hat über die Biografien der Städtebauer und Schöpfer öffentlicher Bauten die historischen Bezüge zur Hauptstadt Israels aufgezeigt.


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Empfehlung: Die 78. Frankfurter Buchmesse mit Gastland Tschechien
Frankfurter Buchmesse vom 7.-11. Oktober 2026

Die 78. Frankfurter Buchmesse bringt die internationale Buch- und Medienwelt nach Frankfurt. Mit einem neu geordneten Hallenkonzept, klar profilierten Bühnen, starken internationalen Stimmen sowie breitem Raum für Fachprogramm und Publikum stellt sich die Messe in den Dienst der Vermittlung. Durch Rechtehandel, Übersetzungen, Audioformate, Film und Games, und nicht zuletzt durch die persönliche Begegnung zwischen Autor*innen und ihrem Publikum, finden Geschichten den Weg zu ihren Leser*innen.


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Empfehlung: Das Textland Literaturfest 2026 in Frankfurt und Rhein-Main
Textland 2026 mit dem Thema „Hoffnung“

Was das Textland Literaturfest seit seinen Anfängen auszeichnet, bleibt auch in diesem Jahr sein Kern: die Vielfalt der Gegenwartsliteratur zu feiern, unterschiedliche Stimmen zusammenzubringen und einen offenen, lebendigen Diskurs über gesellschaftliche und literarische Fragen zu ermöglichen. Das diesjährige Motto „Hoffnung“ knüpft an Ernst Blochs Prinzip Hoffnung an. Textland fragt, welche Bedeutung Hoffnung für das literarische Schaffen der eingeladenen Autor:innen besitzt und welche Perspektiven ihre Texte auf Gegenwart und Zukunft eröffnen. Textland 2026 findet in der Zeit vom 30. Oktober bis zum 28. November in Frankfurt, Darmstadt, Oberursel, Wiesbaden und Hanau statt.


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Die Frankfurter Buchmesse 2026 findet vom 7. bis zum 11. Oktober 2026 statt. Unsere Standnummer lautet: 3.0 D69.

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